WERDEGANG
AUSBILDUNG
1990 - 91 Vancouver Film School, British Columbia, Kanada.
1989 - 90 Universität für Musik und darstellende Kunst,
Abtlg. Film & Fernsehen.
1989 Österreichisches Filmmuseum, Bibliothek.
1988 - 90 Wiener Kunstschule: Lehrgang für Fotografie.
1979 - 82 Reisebüro Intropa, Wien: Lehre zum Beruf des Reisebürokaufmanns.
1970 - 79 Volksschule, Gymnasium, Hauptschule, Handelsschule.
ARBEIT-AUSLAND
Paul Rosdy arbeitete zunächst in der Reisebürobranche. In den 1980er Jahren bereiste er für American Express die Welt: Sowjetunion, China, USA.
1990 übersiedelte er nach Vancouver (Kanada), wo er einen Filmlehrgang abschloss. Sein erster Film hieß You Don’t Look for Street Signs When You’re in a Jungle (1991), gefolgt von Release Day (1992) – beide Filme setzten sich mit dem Leben im Gefängnis auseinander. Eine Leitfigur in Sachen Gefangenenrechte war damals die Aktivistin Claire Culhane, die Rosdy dazu inspirierte das Leben hinter Gittern zu erforschen.
Anschließend übersiedelte er nach New York, wo er 1993 Pinball Films mit Joan Grossman gründete. Gemeinsam produzierten sie Filme für den Bildungsmarkt für Kunden wie z. B. Union Settlement.
1998, nach vierjähriger Arbeit, kamen sie mit The Port of Last Resort – Zuflucht in Shanghai heraus, einem Film über die rund 20.000 Juden, die vor den Nazis nach Shanghai geflüchtete waren. Inspiriert von den Memoiren von Ernest G. Heppner, einem Freund der Familie Grossman, wurde der Film in mehr als 20 Ländern gezeigt und hatte Weltpremiere bei der Berlinale.
Anschließend richtete Rosdy seinen Blick auf Mittel- und Südosteuropa und es entstand Neue Welt (2005), ein Reisefilm, von der alten Welt in eine neue. Weltpremiere war beim Film Festival in Karlovy Vary.
2009 entstand Cernobílá Barevná (Schwarz/Weiss Farbe), ein Kurzfilm über den Wechsel in Zeit und Raum in den nordböhmischen Braunkohlegebieten.
2010 lernte Rosdy Alfred Schreyer kennen. Diese Begegnung führte zu Der letzte Jude von Drohobytsch (2011), ein Portrait über einen Mann, der eine Geschichte zu erzählen hat, so unglaublich, dass ein Leben nicht ausreicht, sie zu fassen. Weltpremiere war bei der Viennale in Wien.
Als nächstes nahm sich Paul Rosdy seine Heimatstadt vor. Es entstand Kino Wien Film (2018), eine Reise durch die Kinolandschaft und -geschichte Wiens von 1896 bis heute. Die Weltpremiere fand ebenfalls bei der Viennale in Wien statt.
Kurz vor Weihnachten 2021 erfuhr Rosdy, dass der legendäre EMI Austria Music Store auf der Kärntner Straße im Zentrum Wiens für immer schließen wird. Dies motivierte ihn zum Kurzfilm Der letzte Tag (2022). Der Film lief in drei Wiener Kinos als Vorfilm.
2024 erschien sein zweiter Film über das jüdische Exil in Shanghai, diesmal aus chinesischer Perspektive – Besuch aus China. Die Weltpremiere fand im Juni 2024 beim Shanghai International Film Festival statt.
Gegenwärtig arbeitet Rosdy an zwei Projekten, einen Dokumentarfilm und einen Spielfilm.
SPRACHEN
Deutsch, Englisch, Französisch
DIVERSE TÄTIGKEITEN
Andere Publikationen von Paul Rosdy betreffen eine Musik CD – VARIOUS ARTISTS Neue Welt – Ein Reisefilm von Paul Rosdy (Original Motion Picture Soundtrack), 2005, und zwei Buchherausgaben: Gelbe Post von Adolf Josef Storfer (1999) und Die Ermordung einer Stadt namens Stanislau von Elisabeth Freundlich, in Deutsch und Ukrainisch (2016).
PREISE/AUSZEICHNUNGEN
The Port of Last Resort - Zuflucht in Shanghai
Bester Dokumentarfilm / Best Documentary
Centaur Prize – Message to Man Film Festival, St Petersburg Russia, 1999
Bester Dokumentarfilm:
Cinemanila Film Festival, Philippines, Juli 1999
Bester Film:
Framing the Other Documentary Film Fest, New York, 1999
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Filmographie & Lebenslauf